29.03.2016 Jean-Pierre Cigrang feiert seinen 100…

Jean-Pierre Cigrang mit den Gratulanten
Jean-Pierre Cigrang mit den Gratulanten

Am 29. März 1916 wurde Jean-Pierre Cigrang in Befort geboren. Seine Eltern beide bereits in Befort gebürtig betrieben hier eine Metzgerei. Sie hatten fünf Kinder, er war der Jüngste in der Reihe.

Jean-Pierre genannt Jempi besuchte das Gymnasium in Echternach bis zur 3e und wechselte dann in den elterlichen Betrieb in Befort wo er das Handwerk des Metzgermeisters von der Pike auf lernte. Zudem bildete er sich weiter bei Meistern in der Stadt Luxemburg und auch in Frankreich. Im Krieg wurde der Name Cigrang in Zehren umgeändert und der junge Johann-Peter kam 1942 zunächst nach Koblenz und Weilerbach/Eisenhütte bevor er in Befort bei einem Bauern zwangsverpflichtet wurde.
Am 16. Dezember 1944, einen Tag vor der Rundstedt-Offensive flüchtete Jempi Cigrang nach Stadt-Luxemburg. Das Familieneigene Haus „Zehren“ in der Grand’rue, 1874 erbaut, wurde stark beschädigt und musste nach dem Krieg wieder aufgebaut werden.
Im Jahre 1948 heiratete Jempi Cigrang Hortense Kinnen aus Bettemburg. Mit ihr eröffnete er dann in der Grand‘rue wieder die familieneigene Metzgerei, mit zusätzlich einer Wirtsstube und einem Restaurant.
Bei ihm erlernten die späteren in Befort tätigen Metzger Kara und Wietor das Handwerk. Das Paar Cigrang-Kinnen war auch im sozialen Leben des Dorfes aktiv, seine Frau, die 2015 verstarb, bei dem Beforter Seniorenverein und er selbst als Gemeinderatsmitglied von 1964 bis 1970. Er war zudem Präsident bei dem Syndicat d’Initiative von Befort, bei der Entente des S.I. du Mullerthal et de la Basse-Sûre, bei dem Beforter Fussballverein bis zu dessen Auflösung im Jahre 1967 und bei der Fanfare de Beaufort.
Zudem war er bei der Beforter Musikgesellschaft nicht nur als Gönner bekannt, er war auch als Klarinettist aktiv, wechselte später zur Trompete und dann zum Bariton.
Zu seinem 100. Geburtstag hatten sich ehemalige Musikkollegen eingefunden um dem Jubilar ein Ständchen zu spielen.
Offiziell geehrt wurde Jempi Cigrang, der immer noch, umgeben von seiner Familie, zu Hause lebt, am 11. April als Familienministerin Corinne Cahen anreiste um dem Jublilar zu gratulieren und ihm den „Ordre du Mérite“ anzuheften.

Ministerin Corinne Cohen ¨berreicht den "Ordre de Merite"
Ministerin Corinne Cohen ¨berreicht den „Ordre de Merite“

Ebenfalls mit von der Partie waren der Beforter Bürgermeister Camille Hoffmann sowie die Schöffen Lily Scholtes und Emile Wies sowie weitere Gemeindeverantwortliche.
Der Jubilar erfreut sich noch bester Gesundheit und zeigt immer noch reges Interesse am Dorfleben. Dies bescheinigt sein Wunsch, dass die Escher Harmonie Municipale die früher regelmäßig bei der Beforter Musikgesellschaft gastierte in diesem Jahr wieder zu einem festlichen Ereignis eingeladen werden soll. Ein Wünsch den sich Gemeindesekretär Georges Rischette sofort notierte mit dem Versprechen des Jubilars bei dieser Gelegenheit in der ersten Reihe zu sitzen um an dem Ereignis teilzunehmen.

auch mit 100 Jahren genießt Jempi Cigrang senie „Coupe“
auch mit 100 Jahren genießt Jempi Cigrang senie „Coupe“

Mit einem guten Glas Luxemburger Crémant stießen alle Anwesenden auf weitere gesunde und glückliche Jahre des ältesten Beforter Bürgers Jean-Pierre Cigrang an.

Jean-Pierre Cgrang verstarb am 22. Juli 2016.

Text und Fotos

Lou Brandernburger

 

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